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Korrosion und Lebensdauer

MultiPlate-Stahlfertigteile erhalten zur Siche-
rung einer langen Lebensdauer einen hoch-
wertigen Korrosionsschutz, ein Duplex-
system bestehend aus Feuerverzinkung und Epoxidharzbeschichtung.

Durch den zusätzlichen Auftrag einer Epoxid-

harzbeschichtung auf die Zinkoberfläche wird die Schutzdauer wesentlich verlängert. Es tritt ein synergistischer Effefkt ein, d.h. das Zink schützt die Beschichtung gegen Unterwande-
rung und die Beschichtung schützt das Zink vor Korrosionsangriff.

Die mittlerweile sehr lange Anwendungs-

erfahrung in Deutschland und die noch längere in den USA und Kanada liefern ausreichend Information zum hervorragenden Langzeit-
verhalten.

Für MultiPlate-Konstruktionen mit Duplex-

system als Korrosionsschutz kann eine Lebensdauer angenommen werden, die mit der von Massivbauten gleichzusetzen ist.
Eigene Untersuchungen der Fa. Hamco an 30 bis 40 Jahren alten Bauwerken (hier: nur verzinkte Bauwerke) unter Einbeziehung von Schichtdickenmessungen ergaben keine Beanstandungen am Korrosionsschutz.
In den ersten 20 bis 30 Jahren ist keinerlei Wartung erforderlich.

Schnittausführungen

Wellstahlrohre sind reine Ingenieurkonstruk-
tionen, die allein noch keine gehobenen Gestaltungsanforderungen erfüllen. Ihre architektonische Einbindung in das örtliche Landschaftsbild wird im wesentlichen bestimmt durch die Gestaltung der Bauwerksenden.

Es dominiert der Böschungsschrägschnitt mit Einfassung durch regelmäßiges oder unregel-

mäßiges Natursteinmauerwerk oder Pflasterung. Ein gestaltungswirksames Detail kann dabei die Überblendung der ange-
schnittenen Wellung sein.
Böschungssschrägschnitt oder Vertikalschnitt werden in der Regel unabhängig vom Kreuzungswinkel parallel zur Straßenachse ausgeführt. Erhebliche Abweichungen von 90° bedürfen eines statischen Nachweises.

Schnittverkleidung

Schnittverkleidung an einem Kreisbogenprofil

Schnittverkleidung

Schnittverkleidung an einem Unterführungsprofil

Statisches Prinzip

Elastisch gebettete Wellstahlrohre stellen statisch ein Verbundsystem aus flexibel wirksamem Stahlrohr und abstützendem umgebenden Erdkörper (Bettungskörper) dar, d.h. der ohnehin erforderliche Erdbau wird als konstruktiver Bestandteil allseitig zum Mittragen herangezogen.

Die Steifigkeit der Rohrwandung wird so begrenzt, dass unter Belastung das einge-
bettete Rohr sich elastisch bis plastisch soweit verformen kann, bis sich am Rohrumfang eine Stützenlinienbelastung herausbildet und Erdreaktionsdrücke hervorgerufen werden. Vereinfacht ausgedrückt macht man sich die Größe des passiven Erddruckes zunutze, der sich der Rohr-
verformung widersetzt.

Das biegeweiche Rohr vermag also durch das Wecken von Erdreaktionsdrücken die Lasten über Normalkräfte abzutragen, ohne dass nennenswert der Biegewiderstand der Rohrwandung in Anspruch genommen wird.
Die Lasten werden ausschließlich in Umfangsrichtung des Rohres abgetragen. Die Lastabtragung in Längsrichtung ist vernachlässigbar klein.

Die geringe Steifigkeit der Rohrwandung in dieser Richtung erlaubt dem Rohr auch große Setzungsunterschiede ohne Beeinträchtigung der Tragfähigkeit aufzunehmen. Die Über-
tragung der Normalkräfte in der Rohrwandung von Stahlplatte zu Stahlplatte erfolgt über eine SL-Schraubverbindungen, deren Tragvermögen durch amtlich bestätigte Traglastversuche ermittelt wurden. Bedingt durch die Wellung der Stahlplatten und daraus resultierende Reibungskräfte liegen die Traglasten der Verbindungen weit über den einschnittigen Schrauben.

Zur Sicherung des skizzierten Tragverhaltens werden an die umgebende Rohrbettung in einer Einbauvorschrift definierte Forderungen der statisch relevanten Erdstoffkennwerte gestellt.

Rohrgröße, Rohrform, Wellung, Blechdicke und Erdstoffkennwerte bestimmen die Trag-
fähigkeit des Wellstahlrohres. Der Stand-
sicherheitsnachweis mit seinen Einzel-
nachweisen für die festgelegten ständigen Verkehrslasten bzw. Brückenklassen wird nach dem Klöppel/Glock-Verfahren erbracht.
Es werden Sicherheiten gegenüber Grenzfällen nachgewiesen.

Anforderung Ausschreibungstext

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Abschlußwand für Kiesabzugstunnel

Abschlußwand für Kiesabzugstunnel

Horizontale Knicke

Horizontale Knicke in einer Multiplate-Struktur

Montage eines Kiesabzugstunnels

Montage eines Kiesabzugstunnels

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